Westfalenpark Dortmund

Mit 70 Hektar ist der Westfalenpark in Dortmund einer der größten zentralen Parks in Europa, der im innerstädtischen Bereich angelegt ist. Zahlreiche Veranstalter nutzen den Park zur Ausrichtung von Festivals, Kundgebungen und Märkten. Der Westfalenpark ist ganzjährig zugänglich, für einige Bereiche wird ein Eintrittsticket benötigt. Das Wahrzeichen des Parks ist der Florianturm.

Dreimaliger Ausrichter der Bundesgartenschau

Angelegt wurde der Westfalenpark in Dortmund im Rahmen der Bundesgartenschau 1959. Die Stadt und Investoren bauten das Gebiet, wo sich unter anderem eine Mülldeponie befand, für die Bundesgartenschau um. Der große Besucherandrang war für die Veranstalter das Zeichen, den Westfalenpark auszubauen und mit weiteren Pflanzen auszustatten.

Zehn Jahre später wurde das Gelände für die nächste Bundesgartenschau um zehn Hektar erweitert. Im Jahr 1969 wurde zudem das Rosarium angelegt, welches weit mehr als 3.000 verschiedene Rosenarten beheimatet. Das Deutsche Rosarium ist das größte seiner Art in Deutschland.

Anzumerken ist außerdem, dass der Architekt Günter Behnisch mit Erlaubnis der Betreiber des Westfalenparks ein Experiment in diesem wagte. Er baute ein Sonnensegel, welches als Dachkonstruktion für das Münchner Olympiastadion geplant war. Ein durchaus beachtlicher Vorgang, dass in Dortmund ein Experiment zugelassen wurde, das nicht für ein Gebäude oder eine Anlage in der Stadt selbst gefertigt wurde.

Lehrpark für Schüler

Mit der Bundesgartenschau 1991 wurde das Naturschutzhaus erweitert. Der Westfalenpark verfügt über ein Naturschutzgebiet, welches fast drei Prozent der Gesamtfläche ausmacht.

Das Naturschutzhaus dient Lehrkräften und Schülern als Bildungshaus. Kindern aller Altersstufen ab fünf Jahren wird in dem Bereich der Naturschutz gelehrt. Die Schüler erhalten sowohl theoretischen als auch praktischen Unterricht. Das Naturschutzhaus und die Gartenanlage werden von den Heranwachsenden mit großer Begeisterung aufgenommen. Viele besuchen auch in ihrer Freizeit die Parkanlage.

Florianturm: Wahrzeichen von Dortmund

Der Florianturm war zwischen 1959 und 1969 der höchste Fernsehturm Deutschlands und einer der höchsten Gebäude des Staates. Der „Florian“ steht in der Mitte des Westfalenparks und gilt als Wahrzeichen der Stadt Dortmund, die häufig Bilder der Skyline als Präsentationsmittel nutzt.

In Dortmund gibt es keine vergleichbaren hohen Bauten. Der Florianturm misst eine Höhe von fast 209 Metern. Die letzten Umbau- und Sanierungsarbeiten fanden in den Jahren 2006 und 2007 statt.

Bühnen und Veranstaltungen im Westfalenpark Dortmund

Über den Eingang „Buschmühle“ gelangen Besucher des Parks direkt zu der Puppenbühne der Polizei. Dort werden zu verschiedenen Themen Puppenspiele für Kinder abgehalten. Die Dortmunder Polizei bringt Kindern auf spielerische Art wichtige Themen näher und weist auf bestimmte Verhaltensregeln hin.

In unmittelbarer Nähe befindet sich der Seepavillon mit dem See, der zugänglich ist. Auf dem See finden Lichtershows und Wassersportarten statt.

Wer zum Robinsonspielplatz möchte, der nutzt den Eingang „Hörde“ im Südosten des Westfalenparks. Der Spielplatz ist der größte auf dem gesamten Stadtgebiet.

Zu allen Jahreszeiten finden verschiedene Märkte statt. Kombiniert werden die Märkte im Winter mit Lichtershows. Im Frühling startet der Frühlingsmarkt mit zahlreichen Händlern, die Dekorationswaren anbieten. Auf allen Märkten, sofern von den Veranstaltern zugelassen, werden auch Haushaltswaren und Kleider angeboten. Ergänzt werden die Hauptmärkte durch Trödelmärkte. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung beim Veranstalter nötig.

Sommererlebnis im Westfalenpark

Der Sommer ist die zentrale Jahreszeit für Veranstaltungen. Auf den Bühnen treten verschiedene Musiker aus Deutschland und Europa auf. Es gibt ein Rockfestival und multikulturelle Feste. Der Westfalenpark ist zu der Jahreszeit sehr gut besucht.

Zur Erholung befindet sich auf der Ostseite des Westfalenparks in Dortmund eine Kneippanlage. Kneipp hat eine ganzheitliche Therapie auf den Weg gebracht, die jeder ohne Rezept für sich nutzen kann. Wem die Füße vom vielen Laufen durch den Park schmerzen, findet im Tretbecken Erholung.

Auf dem Gelände befinden sich einige Bars, die Kaffee und Kuchen sowie Snacks und Getränke anbieten.

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